• Das Kind trifft Entscheidungen - 24 Monate

Das Kind trifft Entscheidungen - 24 Monate

In diesem Alter herrschen in der Welt des Kindes Fantasie und Vorstellungskraft vor. Seine Spiele werden raffinierter und es verbringt einen Grossteil seiner Zeit mit diesen Spielen.

Neue Fähigkeiten
Das Baby lernt im Laufe seiner Entwicklung neue Fähigkeiten.
Es baut Sätze mit Verben, die es mit Gesten unterstreicht, um sich verständlich zu machen.
Es kann Stifte jetzt mit mehr Geschicklichkeit in die Hand nehmen und zeichnen.
In Bezug auf den Schlaf ist das Kind unabhängiger.

Was wir Ihnen empfehlen
Lassen Sie das Kind einige Entscheidungen treffen (z. B. in welcher Schublade es seine Spielzeuge aufbewahrt oder welche Strümpfe es anziehen will).
Nutzen Sie diese Entwicklungsphase dazu, bestimmte Gewohnheiten einzuführen wie beispielsweise das Zimmer aufräumen. Gestalten Sie diese Einführungen aber so, als würde es sich um ein Spiel handeln.

Schlaf
Wenn es Nacht wird, denkt Ihr Kind kurz vor dem Einschlafen noch einmal an alles, was es am Tag gemacht hat. Jetzt beginnen die Eltern, den Erfolg all ihrer Bemühungen rund um die Schlafenszeit ihres Kinds zu sehen.
Ihr Kind hat in Bezug auf das Schlafen schon mehr Unabhängigkeit.
In diesem Alter wird Ihr Kind schon nicht mehr so leicht zu Bett gehen wollen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, konsequent zu bleiben und jeden Tag denselben Zeitpunkt und dasselbe Schlafritual einzuhalten.
In diesem Alter reicht ein Mittagsschlaf von einer oder zwei Stunden im Allgemeinen aus, aber natürlich müssen Sie selber die Bedürfnisse Ihres Kindes herausfinden.
Das Mittagsschlafritual muss kurz sein und darf nicht länger als eine halbe Stunde dauern.
Bringen Sie Ihr Kind zu Bett, wenn es wach ist, und vermeiden Sie, dass es im Wohnzimmer oder in einem anderen Bett einschläft.

Kommunikation
In diesem Alter kann Ihr Kind bereits Sätze mit Verben und sogar einigen Adjektiven und Adverbien bilden.
Die Sprachentwicklung fällt von Kind zu Kind unterschiedlich aus.
Einige Kinder setzen Gesten häufiger ein, andere Kinder wiederum weniger.
Aber alle Kinder sind definitiv in der Lage zu verstehen und können jederzeit mit Sprechen anfangen.
Das Wichtige ist jedoch, dass sie - auch wenn es mit Gesten ist - in der Lage sind, zu kommunizieren.

Kognitive Fähigkeiten: Imitation
In diesem Alter hat Ihr Kind schon viele Verhaltensweisen von erwachsenen Personen aufgenommen und macht sie nach. Seine Lieblingsbeschäftigung besteht darin, Erwachsener zu spielen: Es verkleidet sich und macht typische Gesten, die es bei den Erwachsenen in seinem Umfeld sieht.
Seien Sie nicht erstaunt, wenn Sie sehen, dass Ihr kleiner Junge Ihre Kleider anprobiert.
Ihrem Kind macht es Spass, Entscheidungen zu treffen, und Sie sollten dies auch zulassen.
In den Fällen, in denen Sie die Entscheidung treffen müssen, dürfen Sie nicht nachgeben und müssen dem Kind zeigen, dass Sie die Person sind, die entscheidet.
Um zu erreichen, dass Ihr Kind auf Sie hört, ist es häufig weitaus wirkungsvoller, Fingerspitzengefühl und Spiel einzusetzen, als eine simple Anweisung oder einen Befehl.

Motorische Fähigkeiten
Ihr Kind kann zwar bereits ohne grosse Hilfe alleine Treppen hinauf- und hinuntergehen, aber es sollte dabei noch etwas überwacht werden. Es klettert auf Stühle hinauf und von Stühlen herunter.
Es rennt und rennt - sogar lieber als zu gehen. Zu diesem Zeitpunkt beginnt Ihr Kind, Gegenstände lieber mit der einen oder mit der anderen Hand zu ergreifen.
Später, wahrscheinlich in der Schule, wird man erfahren, ob Ihr Kind Linkshänder oder Rechtshänder ist.
Ihr Kind kann Stifte jetzt mit grösserer Geschicklichkeit aufnehmen und macht dies mit drei Fingern. Ausserdem kann es schon Kreise malen.

Lernprozess
In diesem Alter macht es Ihrem Kind Spass, sich zu verkleiden und Sie spielerisch nachzumachen.
Sie können ihm Gegenstände vorschlagen, mit denen es ähnliche Sachen wie Sie machen kann.
Es ist jedoch nicht nötig, Ihrem Kind ausgeklügelte Spielzeuge zu geben, damit es ein Wunderkind wird.
Dieses Alter ist ein guter Zeitpunkt, um dem Kind beizubringen, ordentlich zu sein. Am besten betten Sie diesen Lernvorgang in ein Spiel ein.

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