• Die ersten Schritte - 12 Monate

Die ersten Schritte - 12 Monate

Ihr Kind feiert seinen ersten Geburtstag und die gesamte Familie will diesen Tag zu einem ganz besonderen machen. Das Kind kann bereits laufen und sein Intellekt ist schon weiter ausgebildet.

Neue Fähigkeiten
Das Baby lernt im Laufe seiner Entwicklung neue Fähigkeiten.
Es sagt ausser „Mama“ und „Papa“ schon einige neue Wörter.

Was wir Ihnen empfehlen
Der erste Geburtstag ist ein guter Anlass, Ihrem Kind Spielzeug zu schenken, die seinen neuen Bedürfnissen entsprechen.

Ihr Kind erforscht die Welt
Jetzt ist es besonders wichtig, dass sich Ihr Baby bei seinen Welterkundungen sicher fühlt. Sie müssen seinen Unabhängigkeitsgeist und seine Gehversuche daher fördern, ohne es dabei unter Druck zu setzen. Von nun an bis zum Alter von ungefähr 20 Monaten wird Ihr Kind immer selbstbewusster alles „alleine machen“ wollen. Den Ton angeben zu wollen wird zu einer sehr wichtigen Angelegenheit, und Ihr Kind wird frustriert sein, wenn es bei seinen Versuchen versagt.
Dies ist auch der Moment, in dem es anfängt, die Dauerhaftigkeit der Gegenstände zu begreifen und dies zeigt es, indem es sich an die Gegenstände erinnert.

Schlaf: Albträume
Obwohl Sie selber das Schlafbedürfnis Ihres Kleinkindes herausfinden müssen, können Sie davon ausgehen, dass das Baby ab einem Jahr 10-11 Stunden in der Nacht und 1-2 Stunden mittags oder im Laufe des Tages schläft.
In diesem Alter kann es sehr gut vorkommen, dass Ihr Kind mitten in der Nacht erschreckt aufwacht. Dies kommt daher, dass kleine Kinder meistens einen „aktiven Schlaf“ haben.
Kinder träumen nachts kontinuierlich, und diese Träume spiegeln ihre Ängste und die tagsüber erlebten Eindrücke wider.
In einer solchen Situation müssen Sie Ihr Kind in den Arm nehmen und es so lange trösten, bis es sich wieder beruhigt. Sie können die Tür dabei offen und das Licht eingeschaltet lassen. Das Kind wird anschliessend wieder einschlafen.

Kommunikation: Perfekt mit einem Wort
In den vorherigen Monaten hat Ihr Kind seine Nachahmungsfähigkeit verfeinert. Es kann jetzt schon einige Wörter artikulieren, die eine Absicht ausdrücken.
Mit nur einem einzigen Wort drückt es einen vollständigen Satz aus und kann sich dabei auf verschiedene Sachen beziehen.
Die Eltern müssen sich zwar ein wenig anstrengen, aber die wenigen Wörter reichen doch schon aus, um sich mit dem Baby zu verstehen.

Kognitive Fähigkeiten: Trennungsangst
Trennung ist die schmerzhafteste Erfahrung, die ein Kind in diesem Alter machen kann. Es kann panische Angst empfinden, wenn es plötzlich seine Eltern aus dem Blickfeld verliert.
Ihr Kind ist jetzt mobiler und zeigt grösseres Interesse für alles Neue.
Es muss stärker als je zuvor wissen, dass Sie da sind, falls es Probleme bekommt. So erhält das Kind Sicherheit und wird ermuntert, weiterhin neue Dinge zu entdecken.

Motorische Fähigkeiten: Die ersten Schritte
Die meisten Babys in diesem Alter können sich aufrecht hinstellen und sich sogar fortbewegen, indem sie sich an allem Möglichen festhalten. Sie können aber noch nicht selbstständig laufen. Auf der anderen Seite scheuen viele Kinder aber auch davor, mit dem Krabbeln aufzuhören. Wenn sie sich jedoch aufrichten, können sie die Welt aus einer anderen Perspektive sehen und haben ausserdem die Hände für Erkundungen frei.
Der Zeitpunkt, ab dem das Kind zu laufen anfängt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Eher aktive und nervöse Kinder beispielsweise tendieren dazu, schneller mit dem Laufen zu beginnen als ruhige und dickliche Kinder.
Auch die Beinlänge spielt dabei eine Rolle. Kinder mit kurzen Beinen können besser das Gleichgewicht halten.
Einige Kinder neigen dazu, nach einem Sturz, bei dem sie sich wehgetan haben, den Mut zu verlieren und einen erneuten Laufversuch auf später zu verschieben. Warten Sie, bis sich Ihr Baby besser und stabiler fühlt, bevor Sie es noch einmal versuchen.
Wenn Ihr Kind eine Grippe, eine Ohrenentzündung oder etwas ähnliches, durch das es geschwächt wurde, durchgemacht hat, warten Sie mit einem neuen Laufversuch, bis es wieder kräftig genug ist.

Lernprozess: das Kleine tritt in Aktion
Ab jetzt beginnt sich die Vorstellungskraft des Kindes zu entwickeln, und Sie ahnen allmählich, wie seine Persönlichkeit werden wird. Mit der zunehmenden Mobilität braucht Ihr Kind geeignetes Spielzeug, um Stabilität und Vertrauen zu gewinnen.
Das Spielzeug sollte so beschaffen sein, dass das Kind es schieben (z. B. kleine Stapler), ziehen oder rollen kann.
Ausserdem werden auch Spiele mit Füllen und Leeren, Puzzles oder andere Aktivitäten empfohlen, die das Kind mit Wasser oder Sand machen kann, vor allem, wenn es im Freien spielt.
Machen Sie sich keine Sorgen, wenn Ihr Kind in dieser Entwicklungsphase eher zerstörerisch als schöpferisch ist.
Das Spielzeug alleine reicht aber nicht aus. Damit das Spielzeug wirklich Sinn bekommt, müssen Sie es Ihrem Kind erklären. Auf diese Weise bildet das Kind eine emotionelle Bindung zwischen seinem Spielzeug und Ihnen.

Sie brauchen ihm nicht genau zu sagen, wie es spielen soll. Begeben Sie sich stattdessen auf die Ebene Ihres Kindes und entdecken Sie gemeinsam die Möglichkeiten, die das Spielzeug bietet.
Ihr Kind muss die Bedeutung des Wortes „nein“ lernen, weil es anschliessend lernen wird, dass es Dinge im Leben gibt, die es nicht haben kann, und Orte, wohin es aus Sicherheitsgründen nicht gehen darf.

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