• Interesse für seine Umgebung – 6 Monate

Interesse für seine Umgebung – 6 Monate

In diesem Lebensmonat fängt Ihr Kind an, sich mehr für Gegenstände als für Personen zu interessieren. Obwohl Sie noch viele Spielmomente direkt mit dem Kind erleben werden, konzentriert Ihr Baby seine Aufmerksamkeit jetzt stärker auf die Gegenstände, von denen es umgeben ist und die es mit den Händen festhalten kann, da es jetzt schon weitaus stärker und aktiver ist. Seine Fähigkeit, die Bedeutung der einzelnen Wörter zu verstehen, verbessert sich und es hört Ihnen aufmerksam beim Sprechen zu.

Neue Fähigkeiten
Das Baby lernt im Laufe seiner Entwicklung neue Fähigkeiten.
Es kann jetzt schon ohne Stütze sitzen und hat Spass daran, mit seinen Händen und Füssen zu spielen.
Es dreht sich in Richtung von Geräuschen und Stimmen.
Es ist in der Lage, einige einfache Bewegungen nachzuahmen.

Was wir Ihnen empfehlen
Achten Sie darauf, dass Ihr Baby Kontakt zu vielen unterschiedlichen Personen hat und nicht nur zu Ihnen. Auf diese Weise gewöhnt es sich daran, dass es nicht immer nur bei Ihnen sein kann.

Neue Bewegungen
In diesem Alter ist das Baby schon kräftiger und aktiver. Es ist in der Lage, ohne Stütze zu sitzen, und kann auch bereits aufstehen. Es kann jetzt nicht nur Gegenstände festhalten, sondern diese auch in der Hand halten und - was noch wichtiger ist - Arme und Beine gleichzeitig bewegen und dabei in jeder Hand einen Gegenstand halten. Dies ist ein Triumph für das Kind, der die Tür zu einer neuen und aufregenden Erfahrung öffnet: die Möglichkeit, Gegenstände aneinanderzuschlagen.
Die Sprachentwicklung erfolgt nach dem Sprachverständnis, weshalb das Kind - lange bevor es sich sprachlich mitteilen kann - in der Lage ist zu verstehen, was Sie ihm sagen.

Schlaf: Ängste
In dieser neuen Lebensphase kann sich das Baby wach halten, auch wenn es müde ist. Die neuen und aufregenden Erfahrungen, die Ihr Kind tagsüber gesammelt hat, hindern es manchmal am Einschlafen. Dazu kommt auch noch die Trennungsangst zur Schlafenszeit hinzu. Als Eltern sollten Sie Ihr Baby niemals aus seinem Babybett herausnehmen und zum Schlafen in Ihr eigenes Bett mitnehmen. Was Sie hingegen tun sollten:
Ändern Sie niemals die Zubettgehzeit, auch nicht in den Ferien.
In der letzten Stunde, bevor Sie Ihr Kind ins Bett bringen, sollten Sie ruhig sein und nicht zu viel herumlaufen damit sich die Einschlafgewohnheiten des Babys in seinen ersten sechs Lebensmonaten nicht ändern.
Den Grundstein dafür legen Sie mit einigen festen Ritualen zur Schlafenszeit: Abendessen, Baden, Schlafanzug, Streicheleinheiten, Märchen und abschliessend das Licht ausschalten.
Ihr Kind muss sich daran gewöhnen, in seinem Babybett zu schlafen, weshalb Sie es dann zu Bett bringen müssen, wenn es noch wach ist und es dann alleine einschlafen sollte.
Geben Sie ihm ein Kuscheltier oder einen anderen Gegenstand, den es sehr lieb hat und mit dem es sich beruhigen kann. Dieser Gegenstand kann auch eine Decke oder eine Puppe sein.
Sie müssen Ihrem Baby erlauben, dass es seine eigene Einschlafmethode findet, weil ihm dies Sicherheit und Selbstwertgefühl gibt. Auch wenn Sie da sind und Ihrem Kind dabei helfen, seine Ziele zu erreichen, findet jedes Kind seine eigene Art und Weise zum Einschlafen, indem es beispielsweise am Daumen lutscht oder andere Bewegungen macht.
Sie sollten jedoch nach ihm schauen, wenn es weint. Wenn Ihr Baby weint, trösten Sie es. Nehmen Sie es jedoch nicht aus dem Babybett heraus, weil es dann erwartet, dass Sie das immer machen. Wenn es lernt, dass es beim Aufwachen nachts Zärtlichkeiten bekommt oder beschäftigt wird, wird es nicht lange zögern und sofort versuchen die Aufmerksamkeit seiner Eltern zu bekommen.

Kommunikation: Umfeld
In diesem Alter ist die Bewegungsfähigkeit Ihres Babys zwar noch eingeschränkt, doch es kann schon intensiv mit seinem Umfeld in Interaktion treten. Ihr Baby hat jetzt entdeckt, dass es eine Stimme hat und diese auch benutzen kann. Die Geräusche sind noch nicht gut artikuliert, beispielsweise schreit es, wenn es zufrieden ist. Diese Schreie stellen aber den Anfang der Entwicklung einer neuen Fähigkeit dar. Erwachsene oder ältere Kinder müssen sich bemühen herauszuhören, was das Baby möchte, und ihm entsprechende Unterstützung bieten.


Ihrem Baby macht es tatsächlich Spass, „Selbstgespräche“ zu führen. Das Baby redet jedoch nicht mit sich selbst, sondern mit seinem Spielzeug, mit dem Bild, das es im Spiegel sieht und das ihm so aufmerksam zuhört, oder es hat einfach Freude daran, seine eigene Stimme zu hören, als wäre es Musik.
Ihr Baby wird ab jetzt die Intonation seiner Stimme üben. Und zwar macht es dabei dasselbe, was auch Sie machen würden, wenn Sie eine Ihnen unbekannte Sprache nachahmen würden.

Kognitive Fähigkeiten: Die Angst, verlassen zu werden
In diesem Alter halten es nur wenige Babys aus, längere Zeit von ihren Eltern getrennt zu sein. Das Baby versteht jetzt, dass seine Mutter kein Teil von ihm ist und kommt und geht. In genau diesem Moment fangen seine Ängste an.
Eine - nicht immer einfache - Lösung zum Mindern dieser Trennungsangst besteht darin, dass Sie Ihr Baby überallhin mitnehmen. Eine andere Möglichkeit, die Ihrem Baby sehr viel Spass machen wird, ist das huckepack Tragen.
Oder Sie lassen Ihr Baby bei einer Person, die es gut kennt und bei der es sich beschützt fühlt.
Im Alter zwischen sechs und neun Monaten ist Ihr Baby extrem abhängig von Ihnen und hat Angst vor Fremden. Aus diesem Grund sollte sich Ihr Baby an die Anwesenheit anderer Erwachsener gewöhnen, obwohl es sich nicht vermeiden lässt, dass es weint, wenn Sie weggehen.
Wenn Sie weggehen wollen, sagen Sie es Ihrem Baby. Verabschieden Sie sich von ihm und sagen Sie ihm, dass Sie zu ihm zurückkommen werden. Es wird weiterhin weinen, aber schliesslich über die kurze Trennung hinwegkommen. Auf keinen Fall sollten Sie zum Weggehen einen Moment ausnutzen, in dem es mit etwas anderem beschäftigt ist. Wenn es bemerkt, dass Sie nicht da sind, wird es noch grössere Angst haben.

Motorische Fähigkeiten: Übungen für die Beine
In dieser Entwicklungsphase können viele Babys schon ohne Stütze sitzen, obwohl sie noch längst nicht das Gleichgewicht halten können. Ihre Versuche aufzustehen, sind eine Übung zur Stärkung der Beine und dienen als Vorbereitung für das Krabbeln und Laufen. Ausserdem hat sich die Geschicklichkeit der Hände schon beträchtlich entwickelt. Das Baby ist jetzt in der Lage, bestimmte Gegenstände zu ergreifen. Es kann sich Gegenstände zum Mund führen, sie von einer Hand in die andere Hand geben und mit ihnen auf Flächen schlagen, um Lärm zu machen.
Der Moment ist gekommen, dass Sie mit Ihrem Baby zusammen baden können. Es ist wichtig, dabei vor allem am Anfang sehr vorsichtig vorzugehen, weil es Wasser schlucken oder sich erschrecken und dadurch Angst vor dem Baden bekommen könnte.
Shampoo verwenden Sie besser erst später, wenn sich Ihr Baby bereits an das Baden gewöhnt hat. Das gemeinsame Spielen in der Badewanne bietet Ihrem Baby viele Lernmöglichkeiten.
Es ist auch ein hervorragender Moment, es mit dem Schwimmbecken bekannt zu machen. Benutzen Sie dafür möglichst ein spezielles Kinderschwimmbecken.

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