• Koordination der Bewegungen - 4. Monate

Koordination der Bewegungen - 4. Monate

Zu diesem Zeitpunkt beginnt Ihr Baby, seinen Körper zu verstehen und zu lernen, welche Bewegungen es machen kann. Es kann bereits den Oberkörper hochheben, um einen besseren Überblick über seine Umgebung zu haben, und es wird schon bald anfangen, sich zu drehen. Dadurch wird die Welt noch viel interessanter für das Kind.

Neue Fähigkeiten
Das Baby lernt im Laufe seiner Entwicklung neue Fähigkeiten.
Es kann den Kopf gut hoch halten.
Es versucht, Gegenstände in seinem Umfeld zu erreichen.

Was wir Ihnen empfehlen
Achten Sie vor allem darauf, was sich in der Nähe Ihres Babys befindet. In dieser Entwicklungsphase nehmen Babys alle Gegenstände, die sie ergreifen können, in den Mund.

Das erste Plappern
Ihr Baby entdeckt, dass seine Aktionen bestimmte Effekte hervorrufen, was an sich schon ein Meilenstein ist. Wenn es die Effekte wiederholen kann, findet es das super. In dieser Lebensphase wird der Koordinationsprozess zwischen Augen und Händen weitergeführt. Auf der anderen Seite begeistert es sich immer noch für Spiele mit direktem Blickkontakt. Im Alter von ungefähr viereinhalb Monaten beginnt Ihr Kind mit den ersten Plapperlauten. Es ist noch nicht das Plappern, das später zum Sprechen führt, sondern das Plappern ist lediglich ein Zeichen dafür, dass das Kind mit seiner Umwelt kommunizieren möchte. Jetzt beginnt das Kind auch, Angst vor der Trennung von seinen Eltern zu haben, weil es in dieser Entwicklungsphase allmählich in der Lage ist, seine Eltern zu erkennen.

Schlaf: Routine ist wichtig
Dies ist ein kritischer Moment in der Aufstellung von Vorschriften für das Kind. In dieser Entwicklungsstufe können Kinder langsam 9 bis 11 Stunden in der Nacht zu schlafen sowie 2 bis 3 zusätzliche Stunden während des Tages.
Die Kinder machen Leichtschlafphasen durch, in denen sie aufwachen können. In diesem Alter sollten sie lernen, wieder einzuschlafen, ohne dass Sie Ihrem Kind dabei helfen.
Versuchen Sie, möglichst wenig einzugreifen, wenn Ihr Kind aufwacht. Auf diese Weise wird es verstehen, dass es der Zeitpunkt zum Schlafen und nicht für Aufmerksamkeit, Gespräche oder Spiele gedacht ist.
Denken Sie daran, dass es in diesem Alter sehr einfach ist, bestimmte Gewohnheiten anzunehmen; wenn Sie also möchten, dass Ihr Kind im Babybett schnell einschläft, versuchen Sie, es nicht an anderen Orten wie beispielsweise in Ihrem Bett oder in Ihren Armen einschlafen zu lassen.

Kommunikation: Die Stimulierung
Jedes Baby braucht Stimulierung für seine normale Entwicklung. In einigen Fällen können sich zu viele Anreize aber auch nachteilig auf das Baby auswirken. Es kann vorkommen, dass ein Baby ein Spielzeug findet, das zu starke Reize ausübt. Die Kombination aus Musik und Bewegung kann das Babys zu stark stimulieren und es antwortet in der einzigen Form, die es bislang kennt: mit Weinen.
Versuchen Sie, keine unterschiedlichen Spielzeuge gleichzeitig zu benutzen, und achten Sie darauf, dass die Spielzeuge einfach und dem Alter Ihres Babys angemessen sind. Die Stimulierung muss gut abgestimmt sein, zu intensive Anreize sind genauso kontraproduktiv wie gar keine.

Dieses Alter ist ein guter Zeitpunkt, um dem Kind Bilderbücher zu zeigen. Die Bilder wecken die Aufmerksamkeit allem gegenüber, was es in seinem Umfeld sieht: Tiere, Personen, Kleidungsstücke - je bunter, desto besser. Lassen Sie ihm ausreichend Zeit, sich jedes Bild anzusehen. Zeigen Sie anschliessend mit dem Finger darauf und kommentieren Sie die Zeichnung.
Beachten Sie, dass Ihr Kind auch lernen muss, alleine zu spielen und sich selbst zu genügen, damit es später selbstständig wird.
Auf der anderen Seite hat Ihr Kind auch das Recht, gar nichts zu tun und ganz einfach seine Umgebung zu beobachten oder anzuhören.

Motorische Fähigkeiten: Eine neue Welt der Fähigkeiten eröffnet sich
Ihr Baby richtet jetzt alle Anstrengungen darauf zu lernen, sich hinzusetzen und seine Hände zu benutzen. Die Muskulatur des Babys ist schon besser entwickelt und es beginnt, seinen Körper zu koordinieren.
Wenn es sich hinsetzt, hält es den Rücken zwar gerade, ist aber nicht in der Lage aufzustehen.
Es gefällt ihm, auf dem Rücken zu liegen, mit dem Kopf und den Füssen aber leicht nach oben, um seine Umgebung besser erforschen zu können. Wenn das Baby auf dem Bauch liegt, dreht es sich nach beiden Seiten, um sich wieder auf den Rücken zu drehen.
Im Alter von vier Monaten streckt Ihr Baby die Hand nach allem aus, was es sieht. Es kann Gegenstände ergreifen und eine Zeit lang in den Händen halten. Man kann bereits den Anfang einer Koordination zwischen beiden Händen beobachten. Alles, was Ihr Kind aufnimmt, untersucht es auf ruhige Weise, dreht es um und nimmt es in den Mund.
Es kann auch seinen Kopf halten, wodurch es einen besseren Überblick über die Welt rundherum bekommt.

Lernprozess: Ihr Baby benutzt den Löffel
Stellen Sie sich vor, wie Ihr Baby, das den weichen Kontakt mit der Mutterbrust oder dem Sauger der Babyflasche - seinen bisherigen Nahrungsquellen - gewöhnt ist, plötzlich einen harten und kalten Metalllöffel spürt. Das lässt sich natürlich nicht vermeiden, doch Sie können einiges machen, um Ihrem Baby diesen Übergang zu erleichtern.
Benutzen Sie kleine Plastiklöffel, sie sind nicht so kalt wie Metall. Geben Sie ihm einige Wochen vor der Umstellung einen solchen Plastiklöffel, damit es ihn untersucht, mit ihm spielt und den Löffel in den Mund nehmen kann. So ist ihm der Löffel zum Zeitpunkt der Umstellung bereits vertraut.

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